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Filmdauer:
 
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Der Nürnberger Prozess - Der erste Versuch, Weltrecht gegen Unrecht zu setzen
44 Minuten   16 mm  VHS   DVD   Sonstige Medien   Leihmedium   Media-Streaming   Kaufmedium   Altersfreigabe   Pädagogisches Zusatzmaterial
Die Bestrafung der Hauptschuldigen an Krieg und NS-Diktatur gehörte von Beginn an zu den Zielen der Alliierten. Deshalb begannen sie, als ihre Armeen in Deutschland vorrückten, nach den Spitzen von Staat, Partei und Militär zu fahnden. In der Folgezeit gelang ihnen die Festnahme aller überlebenden Führungspersonen, darunter - als Prominentesten - den ehemaligen Reichsmarschall Hermann Göring und die gesamte letzte Reichsregierung von Großadmiral Dönitz.

Auf der Potsdamer Konferenz wurde endgültig beschlossen, sie als Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen. Am 8. August 1945 unterzeichneten die vier Siegermächte in London das Statut über die Errichtung eines "Internationalen Militärgerichtshofs". Darin verpflichteten sie sich, Richter und Hauptankläger des Tribunals zu stellen. Als Verhandlungsort wählte man bewusst Nürnberg, ehemals die Stadt der triumphalen NS-Parteitage und Aufmärsche. Der Gerichtshof sollte über die Tatbestände "Verbrechen gegen den Frieden", "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" urteilen.

Dem war ein längeres Tauziehen zwischen den Amerikanern und Sowjets vorausgegangen: Während erstere auf ein ordentliches Gerichtsverfahren bestanden, die Vision eines internationalen Strafrechts verfolgten und für eine generelle Ächtung des Angriffskrieges eintraten, ging es letzteren ausschließlich um die Bestrafung der NS-Größen. Zudem wollte Moskau unbedingt verhindern, dass eigene Völkerrechtsverletzungen im Zug des Verfahrens zur Sprache kämen. Viele Deutsche schließlich sahen in dem Prozess damals schlicht Siegerjustiz.

Der Film zeichnet den Prozessverlauf nach und schildert ausführlich die Positionen und Handlungsspielräume von Anklagevertretern und Verteidigung. Dabei stellt er die Frage, ob ein faires Verfahren stattfand.

In Nürnberg mussten sich erstmals in der Weltgeschichte führende Politiker und Militärs eines Staates persönlich für die Planung und Führung eines Angriffskrieges und für Massenmord vor einem internationalen Gericht verantworten. Wenn dieses Tribunal auch im Kalten Krieg lange Zeit keine Nachfolge fand, so ist es doch heute rechtshistorischer Vorläufer des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag.

Regie : Michael Kloft
Produktion : Bayerischer Rundfunk in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Laufzeit: 44 Minuten
Produktionsland: D
Produktionsjahr: 2007

Mediennummer(n):
8395815 DVD

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Preis 0,00 EUR
Medienart DVD
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